Sie sollen 100 Jahre halten. Mindestens. Werkstoffe von Bayer MaterialScience garantieren Schaufensterfiguren eine lange Lebensdauer

Forever young

Wenn von einer Plastikschönheit gesprochen wird, ist dies üblicherweise abwertend gemeint – zu schön, um wahr zu sein. Anders liegt der Fall bei Josef Moch. Wenn er über Plastikschönheiten redet, spricht er von perfekten Frauen, die den Fluch des Alters nicht kennen. Zu Tausenden stellt er sie Jahr für Jahr her: Schaufensterpuppen. Seit 1907 produziert das Kölner Familienunternehmen die makellosen Körper, früher aus Gips und Holz, heute vor allem aus Kunststoffen von Bayer MaterialScience. Das macht sie haltbar: 100 Jahre beträgt die Lebensdauer der Kreationen aus Köln. Doch die Mode spielt nicht mit, sie diktiert immer neue Formen des Körpers. Aktuell misst das weibliche Standardmodell 1,80 Meter, es trägt Konfektionsgröße 34 bis 36 und Körbchengröße B. „Unsere Puppen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft“, sagt Moch. In seinen Ateliers stehen noch echte Frauen Modell, doch hinterher, in Kunststoff, ist alles noch ein bisschen feiner: zarter die Finger, sanfter die Hüften, kleiner die Füße. Welcher Trost bleibt uns Normalschönheiten da noch? Höchstens die Erkenntnis finnischer Forscher, die herausfanden, dass die Schaufensterpuppen mit den heutigen Körpermaßen kaum noch lebensfähig wären…